move.

gedanken

Was pure Happiness mit Bewegung zu tun hat, warum ich bei dem Wort Balance nicht an einen Schwebebalken denke und was meine drei minimalistischsten Sporttipps sind, darum gehts heute.

Sport. Da denken die meisten doch irgenwie erstmal an Fußball und Joggen und Fitness-Studios. Ich ehrlich gesagt auch, obwohl ich mit keinem der drei Sachen irgendwas anfangen kann. Trotzdem würde ich mich nicht unbedingt als unsportlich bezeichnen. Aber fangen wir einfach mal von vorne an.

Als Kind hab ich verschiedene Sportarten ausprobiert, war im Tanzen, im Turnen und ein paar Jahre lang reiten. Der Ballsport-Typ war ich noch nie, in Leichtathletik hatte ich in der Schule auch eher schlechte Noten und vom Schwimmen will ich hier gar nicht erst erzählen…

Was für eine Wirkung Sport und Bewegung eigentlich haben können, hab ich erst gemerkt, als ich mit dem Yoga anfing. Beim Sport kann man sich verlieren, man kann den Kopf ausschalten. In unserem Alltag, in der Arbeit, Uni oder Schule sitzen und stehen wir viel, müssen geistig mehr oder weniger anwesend sein, uns konzentrieren und eben ganz schön viel denken. Bewegung schafft den perfekten Ausgleich. Es ist die Balance, die wir im Leben brauchen.

Allerdings glaube ich, das funktioniert nur, wenn wir wirklich Lust darauf haben, Sport zu machen. Sich zu zwingen einmal die Woche ins Fitness Studio zu gehen, um bis zum Sommer eine Bikini-Figur zeigen zu können, ist meiner Meinung nach völlig aussichtslos. (Davon mal ganz abgesehen, dass dieses ganze Bikinifigur-Ding doch eh unnötig ist.) Sport kann so viel Spaß machen und so viel mehr bewirken als ein bisschen Muskelaufbau. Mir geht es bei Bewegung (wie viel besser hört sich in diesem Fall bitte movement statt Bewegung an?!) in erster Linie um die Balance zwischen geistiger und körperlicher Anstrengung. Um das Gefühl der Leichtigkeit, das entsteht, wenn man aktiv ist.

Klar muss auch ich mich manchmal erst aufraffen, Sport zu machen und bin nicht immer super motiviert. Wenn ich aber erstmal losgelegt habe, dann merke ich wieder, warum es eben doch Sinn macht, den Laptop stehen zu lassen und raus zu gehen.

Ich als Minimalistin mag Sport, der mit wenig auskommt. Mit wenig Ausrüstung, mit keiner räumlichen oder zeitlichen Bindung. Sport der fast nichts kostet, den man auch gut alleine machen kann, der nicht zu sehr vom Wetter abhängig ist. (Ich tanze momentan auch noch in einem Tanzverein, aber da der eben schon einiges kostet und immer zu einem festen Termin ist, lass ich das jetzt mal außen vor.)

Außerdem teile ich Sport in drei Stufen ein. Die erste, die vielleicht nicht mal richtig als Sport zu erkennen ist, aber doch ihren Beitrag leistet. Die zweite, in der es schon ein bisschen anstrengend wird und zu der ich mich nicht jeden Tag motivieren kann und die dritte, der Ausnahmezustand, wenn ich eine große Ausgleich-schaffende Pause vom Alltag brauche.

Das hab ich hier mal aufgelistet:

1 Move. Die erste Stufe Bewegung ist für mich das ganz alltägliche aktiv sein. Wenn ich in der Uni bin und von Institut zu Institut muss, oder noch einen Abstecher beim Unverpackt-Laden mache, laufe ich sehr viel. Ich mag laufen. Auch im Urlaub zum Beispiel, wenn man ansonsten nicht allzu viel Zeit für Sport hat, kann man einfach mal eine Stadt ablaufen, meistens merkt man vor lauter Eindrücken eh nicht, wie schnell man die Kilometer zurücklegt. Noch dazu fahre ich fast jeden Tag Fahrrad. Eigentlich hasse ich Fahrrad fahren, aber es spart Geld und ist besser für die Umwelt, deswegen radle ich, wann immer es geht. Achja und dann gibt es da noch dieses genüssliche durch den Raum tanzen… Einfach mal die Seele baumeln lassen, laut Frank Sinatra hören und während dem Geschirr-Trocknen durch durchs Zimmer schweben.

2 Move more. Zu Stufe zwei meines minimalistischen Sports gehören Yoga und inline skaten. Über das Yoga hab ich schon mal einen ganzen Beitrag lang geschwärmt (und zwar hier), deswegen geh ich jetzt nicht nochmal ins Detail. Inline Skaten habe ich letzten Sommer wieder für mich entdeckt. Eine Weile hatte ich versucht mit dem Joggen anzufangen, aber darin bin ich absolut untalentiert, nach zwei Metern hab ich Seitenstechen und das Gefühl meine Beine sind schwer wie Betonklumpen. Beim inline skaten ist es anders. Auch wenn ich ungefähr gar keine Kondition habe, kommt es mir vor, als wäre ich die Allerschnellste und würde geradezu über den Asphalt fliegen. Ich fahre immer dieselbe Route und messe die Zeiten, das motiviert mich unglaublich und ist einfach ein gutes Gefühl! Die Skates hab ich gebraucht gekauft und 25 € gezahlt, wirklich nicht viel.

3 Move the most. Einmal Trommelwirbel bitte… Hier kommt Stufe drei: Wandern. Du hattest etwas Spannenderes erwartet und hast jetzt das Bild von einem älteren Paar mit Walking Stöcken im Kopf? Kein Problem haha, ich auch. Aber Wandern kann unglaublich befreiend sein. Nachdem meine Freundin und ich letzten Sommer in Norwegen erkannt haben, wie gut es tut, an körperliche Grenzen zu stoßen (wir sind mit 16 kg Rucksäcken den Preikestolen raufgelaufen…), haben wir im Oktober einen richtigen kleinen Wanderurlaub gemacht. Einfach mal einen Rucksack packen, nach Österreich fahren, das Auto abstellen und los wandern. Wir waren drei Tage unterwegs und haben bei zwei verschiedenen Hütten übernachtet. Teilweise hab ich wirklich gedacht, ich kann keinen Schritt weiter gehen, aber wenn man dann endlich angekommen ist, ist das ein wunderbares Gefühl. Übrigens: Entgegen aller Erwartungen braucht man eigentlich kaum Vorwissen oder eine besondere Ausrüstung für so ein Wanderwochenende. Wir haben uns einfach eine Hütte ausgesucht und sind dann google maps und Schildern am Wegesrand gefolgt. Ehrlich gesagt hatten wir auch keine Ahnung, was für eine anstrengende Route wir laufen würden, aber das war wohl im Nachhinein auch besser so!

Und was ich dir mit diesem langen Beitrag eigentlich nur sagen will: Move.

Australia -1067

2 Gedanken zu “move.

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