Währenddessen in Australien: Kunstmuseen und Inspiration

gedanken, Mind / Thoughts

Endlich wieder ein neuer Blogpost. Es kommt mir vor als hätte ich gestern einen geschrieben, aber der Letzte ist tatsächlich schon sieben Tage her. Das ist ja wirklich eine kleine Ewigkeit… Manchmal hab ich das Gefühl die Zeit fliegt einfach an mir vorbei. Genauso ist es übrigens auch mit Australien. War ich nicht vor einer Woche noch dort? Nein haha natürlich nicht. Trotzdem gibts heute noch einen „Währenddessen in Australien“ – Post und wahrscheinlich ist das nicht mal der Letzte.

Vor lauter theatralischem Blabla in der Preview hab ich ganz vergessen zu sagen, um was es denn jetzt eigentlich geht. Nämlich um Kunstmuseen und Inspiration.

Wie begeistert ich von Kunstmuseen bin, hab ich in Australien wieder bemerkt. Kunst ist für mich wie ein Geschenk. Durch kühle Räume laufen, die wunderschönen Wandfarben auf sich wirken lassen, dann dieser Parkettboden, der am besten so richtig alt und knarzig ist und natürlich die Kunstwerke selbst, wie sie würdevoll an der Wand hängen oder im Raum stehen, so reglos und trotzdem irgendwie ganz schön lebendig.

Am aller großartigsten ist es, wenn man sich ein bisschen mehr mit Kunst beschäftigt oder immerhin die Texte im Museum liest und dann auch noch über den Künstler Bescheid weiß, über sein Leben, seine Ängste und Träume, und über das, was er in seinem Werk verarbeitet hat. Vor allem Gesellschaftskritik in der Kunst finde ich unglaublich spannend. Wie man es schafft etwas so provokantes so subtil zum Ausdruck zu bringen, das ist wie die Königsdisziplin der Kunst finde ich. Meine Begeisterung kann so weit gehen, dass ich eine viertel Stunde vor mehreren einfarbigen Leinwänden stehe, um sie aus den verschiedensten Winkeln zu fotografieren. (Ja, meine liebe Reisebegleitung hat in diesem Moment vielleicht auch kurz überlegt, ob sie einfach schnell weglaufen sollte, aber ich hatte ja zum Glück ihre Kamera, das war also wohl keine Option… ;))

Hier ist vielleicht schon rauszuhören, dass ich Kunstmuseen oft besonders inspirierend finde. Inspiration passiert aber nicht nur da, wo Kunst ist und auch nicht nur dem, der kreativ ist.

Für mich bedeutet Inspiration viel mehr. Inspiration kann zwar ein ganzes Bild sein, aber manchmal reicht schon ein bestimmter Farbton, ein Duft, ein Geräusch oder ein Lied, ein Gefühl. Ist nicht irgendwie alles was wir tun und sagen und hoffen und träumen geleitet von der Inspiration, der wir täglich begegnen? All die Eindrücke, die wir jeden Tag aufnehmen, bewusst oder unterbewusst, prägen uns doch irgendwie. Alles was wir erleben bringt uns dorthin wo wir gerade sind.

Für jeden von uns ist etwas anderes inspirierend, da bin ich mir sicher. Außerdem bin ich mir sicher, dass man erst lernen muss, Inspiration wahrzunehmen. Und voilà, da hätten wir mal wieder einen eleganten Übergang zum Kern dieser pure happiness Rubrik: der Achtsamkeit. Selbst ich wundere mich immer wieder, wie viele Dinge in meinem Leben letztendlich darauf hinauslaufen.

Man muss sich öffnen können für Inspiration, sie aufsaugen, wie ein Schwamm. Und es sollte einem egal sein, wenn sich alle wundern, was man an einfarbigen Leinwänden so toll findet. Schließlich ist das vielleicht einfach nicht für jeden inspirierend.

Und was bringt das dann, inspiriert sein? Für mich ist Inspiration pures kleines Glück. Während ich die grauen Wände fotografiert habe, musste ich die ganze Zeit grinsen. Aber das ist nicht alles. Inspiration ist für meine Ideen wie Wasser für Blumen. Ich weiß, ich weiß, das klingt jetzt wirklich über die Maßen kitschig, trotzdem finde ich diesen Vergleich ganz schön passend. Mit Inspiration kann etwas wachsen, etwas Neues kann entstehen, etwas kann blühen, wie Blumen eben.

Überlege dir, ob du in nächster Zeit nicht mal in ein Kunstmuseum gehen willst, die meisten kosten sowieso nicht viel Eintritt und so ein Besuch kann wirklich bereichernd und gleichzeitig sehr beruhigend sein. Ich versprechs!

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Das wären dann die einfarbigen Leinwände…

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