Einkaufen

gedanken, Mind / Thoughts

Ich bin vielleicht minimalistisch, aber es gibt eine Sache, für die ich wirklich wirklich gerne Geld ausgebe und bei der ich mich beim besten Willen nicht zurückhalten kann. Heute geht´s ums Essen.

Es gibt ein paar Verse in „Low Life“ von Dame, mit denen ich mich beim Einkaufen zu 100% identifizieren kann und dessen Kerngedanken ich gar nicht treffender formulieren könnte:

„Ich geh ins Geschäft, steh fast ne Stunde vor dem Obstregal. Ich nehme mir die Zeit, nein ich bin nicht auf Diät, ich genieße bloß die Auswahl, seh sie als ein Privileg.“

Denn das tue ich.

Wann es war, kann ich gar nicht sagen, aber es gab diesen Moment im letzten halben Jahr, in dem es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen fiel: Wow, wir können einfach in den Laden gehen und können all das kaufen worauf wir Lust haben. Das klingt so selbstverständlich, aber das ist es überhaupt gar nicht. Es ist etwas ganz besonderes. Und ich genieße es!

Eigentlich wohne ich noch daheim und könnte meine Essenswüsche einfach auf Muttis Einkaufszettel notieren. Aber seit ein paar Monaten bestehe ich darauf, meine Lebensmittel selbst einzukaufen. Ich bin ein regelmäßiger Bioladen Besucher (dort sind übrigens auch die schönen Gemüseregale, die du auf den Bildern siehst) und versuche Obst, Gemüse, Brot und Käse auch viel bei kleinen Läden zu kaufen, die sich neben den ganzen Supermarktketten behaupten müssen. Damit  möchte ich Menschen und Unternehmen unterstützen, die wert darauf legen, wo unser Essen herkommt, die Qualität anbieten, aber auch realistisch bleiben und nicht nur gerade Gurken verkaufen.

Es macht mich einfach so glücklich,  ganz bewusst einkaufen zu gehen, die Auswahl zu sehen, nach Lust und Laune das mitzunehmen, was ich mag. Und ich glaube dafür könnten wir alle ein bisschen dankbarer sein, oder? Für die Auswahl, für die Frische von den Produkten die wir kaufen, für das Essen. Denn eins weiß ich sicher: Essen ist ein Stück vom Glück dieses Lebens. Ein Stück vom Glück, das bei weitem nicht jedem Menschen zu Teil wird.

Und das ist meine kleine Aufgabe für dich, wenn du das nächste mal Lebensmittel kaufst:

1 Nimm dir Zeit

2 Schau dir alles ganz genau an

3 Halte inne und denke über das nach was du gerade tust und welches Privileg du gerade nutzt

Du wirst merken, was ein bisschen bewusster einkaufen auslösen kann, und spürst hoffentlich die gleiche Euphorie und Dankbarkeit in dir sprudeln wie ich, wenn ich ein volles Obstregal sehe und dann eine Staude Bananen in meinen Einkaufskorb lege.

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2 Gedanken zu “Einkaufen

  1. Pingback: gute Vorsätze?
  2. Pingback: OHNE Verpackung

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